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Messstelle und Zähler

Der Unterschied, an dem jeder einmal stolpert — und ohne den der Rest nicht klickt.

heimvio kennt zwei Dinge, die im Alltag beide „Zähler” heißen, aber grundverschieden sind. Wer den Unterschied einmal verstanden hat, versteht danach sehr viel andere Dinge sofort.

Die Messstelle ist die Frage

Eine Messstelle ist eine Stelle, an der etwas gemessen werden soll. Sie ist ein fachlicher Begriff, kein Gerät:

  • „Strom Allgemein” (Treppenhaus, Keller, Außenbeleuchtung)
  • „Heizung Wohnung 2”
  • „Kaltwasser Wohnung 1”

Die Messstelle sagt, was gemessen wird und wem es zugerechnet wird. Sie ist das, was in der Abrechnung auftaucht.

Der Zähler ist die Antwort

Ein Zähler ist das physische Gerät an der Wand, mit einer Seriennummer, die aufgedruckt ist. Er liefert Zahlen. Er kann kaputtgehen, getauscht, abmontiert werden.

Ein Zähler wird einer Messstelle zugeordnet. Erst durch diese Zuordnung wissen seine Zahlen, wohin sie gehören.

Warum die Trennung wichtig ist

Weil Geräte sterben und Abrechnungen nicht.

Tauschen Sie im Mai den Wärmemengenzähler von Wohnung 2 aus, bleibt die Messstelle „Heizung Wohnung 2” bestehen. Sie ordnen ihr nur ein neues Gerät zu. Die Abrechnung verrechnet weiterhin sauber über das ganze Jahr — die Zählerstände des alten Geräts bis Mai, die des neuen ab Mai. Die Historie reißt nicht.

Gäbe es nur „den Zähler”, müssten Sie beim Gerätetausch eine neue Abrechnungsposition anlegen und den Bruch von Hand erklären. Genau diesen Ärger nimmt Ihnen die Trennung ab.

Was das im Alltag bedeutet

Ein neuer Zähler taucht von selbst auf. Sobald ein Gerät zum ersten Mal Daten schickt, legt heimvio es an — mit seiner Seriennummer, aber ohne Messstelle. Es steht dann in der Zählerliste und wartet auf Sie.

Sein erster Messwert wird verworfen. Das ist kein Fehler, sondern Absicht: Ein Wert, von dem niemand weiß, wohin er gehört, ist kein Wert — er wäre nur eine Zahl, die man später mühsam wieder herausrechnen müsste. In der Antwort des Systems heißt dieser Zustand pending.

Sie ordnen ihn einmalig zu. Zählerliste öffnen, das neue Gerät der richtigen Messstelle zuweisen, fertig. Ab dem nächsten Messwert wird gespeichert.

Wenn Sie Zählerstände automatisch einspeisen, können Sie den Feeder deshalb anschließen, bevor Sie in heimvio irgendetwas angelegt haben. Die Geräte melden sich von selbst, und Sie räumen hinterher auf. Das ist der bequemere Weg herum.

Mehrkanal-Geräte

Manche Geräte messen mehrere Dinge unter einer Seriennummer — eine Wärmepumpe etwa getrennt für Heizung und Warmwasser. heimvio erkennt das an der Kennung, die das Gerät mitschickt, und legt daraus mehrere Zähler an: einen je Kanal.

In der Zählerliste sehen Sie dann Einträge wie HP1-c1 und HP1-c3, obwohl auf dem Gerät nur HP1 steht. Jeder davon wird einer eigenen Messstelle zugeordnet — genau richtig, denn Heizung und Warmwasser werden unterschiedlich abgerechnet.